Die Herzblättrige Gemswurz ist eine mehrjährige Wildpflanze aus den Bergen. Sie gehört zur großen Familie der Korbblütengewächse, zu der auch die Sonnenblume zählt. Die Pflanze trägt leuchtend gelbe Blüten, die Gänseblümchen ähneln, aber deutlich größer sind. Ihren Namen hat sie von ihren herzförmigen Blättern und der früheren Verwendung als Heilmittel bei Verletzungen von Gämsen und Wild.
Die Herzblättrige Gemswurz wird etwa 20 bis 60 cm hoch. Sie wächst aufrecht und hat meist nur einen oder wenige Stängel. Der Stängel ist leicht behaart und klebrig anzufassen. Am Ende des Stängels sitzt meist nur eine einzige große, gelbe Blüte.
Die Grundblätter sind auffallend herzförmig, mit einem eingebuchtetem Grund, und haben einen langen Stiel. Die Blätter am Stängel sind kleiner und umfassen den Stängel mit zwei kleinen Ohren (sogenannten Stengelblättern). Die Blätter sind weich behaart und leicht klebrig. Die Farbe ist mittelgrün.
Die Blüten sind leuchtend gelb und sehen aus wie große Gänseblümchen. Der Blütenkopf hat einen Durchmesser von etwa 3 bis 5 cm. Die langen, schmalen Zungenblüten am Rand sind strahlend gelb, die Mitte besteht aus vielen kleinen Röhrenblüten, die ebenfalls gelb sind. Meist trägt jeder Stängel nur eine einzige Blüte.
April-Juni
Die Herzblättrige Gemswurz wächst vor allem in Bergwäldern, an Waldrändern und in Schluchten. Sie bevorzugt schattige bis halbschattige, feuchte Standorte mit nährstoffreichen, kalkhaltigen Böden. Man findet sie hauptsächlich in den Alpen und anderen Gebirgen Mittel- und Südeuropas, oft an Hängen und steinigen Stellen.
Die Herzblättrige Gemswurz wurde früher in der Volksmedizin verwendet, ist aber giftig und darf nicht gegessen oder als Hausmittel ausprobiert werden. Eine medizinische Nutzung wird heute nicht empfohlen. Die Pflanze hat vor allem Bedeutung für Insekten als frühe Nektarquelle im Bergfrühling.
Die Gemswurzen galten früher als Heilpflanzen für Wildtiere wie Gämsen, was ihnen ihren Namen einbrachte. Die Pflanze enthält leicht giftige Stoffe und sollte nicht gegessen werden. Sie ist eine typische Pflanze der Bergwelt und ein Zeichen für naturnahe, ungestörte Wälder. Der Artname 'columnae' ehrt den italienischen Naturforscher Fabio Colonna (1567-1650).
Die Pflanze sieht zwar hübsch aus und erinnert an harmlose Gänseblümchen, aber Achtung: Sie ist giftig! Nicht in den Mund nehmen und nach dem Anfassen die Hände waschen. Wenn ihr die Blätter anfasst, fühlen sie sich leicht klebrig an. Das ist ein gutes Erkennungsmerkmal. Bitte die Pflanze stehen lassen und nicht pflücken.
Scanne diesen QR-Code, um diese Seite auf dem Smartphone zu öffnen.
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Herzbl%C3%A4ttrige_Gemswurz
Einige Texte auf dieser Seite wurden mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.