Viola tricolor
Familie: Veilchengewächse
Das Stiefmütterchen ist eine bekannte Blütenpflanze, die in vielen Gärten und auf Wiesen wächst. Es gibt wilde Stiefmütterchen und gezüchtete Gartenformen, die bunter und größer sind. Die Pflanze ist vor allem für ihre hübschen, gemusterten Blüten bekannt, die an ein Gesicht erinnern können.
Das wilde Stiefmütterchen wächst niedrig und wird meist 10 bis 30 Zentimeter hoch. Es wächst aufrecht oder leicht liegend und hat dünne, leicht verzweigte Stängel. Gartenstiefmütterchen können durch Züchtung etwas kräftiger und größer werden.
Die Blätter sind eiförmig bis leicht herzförmig und haben einen leicht gekerbten Rand, das heißt, der Rand ist wellig mit kleinen Einbuchtungen. Sie sind wechselständig angeordnet, also versetzt am Stängel befestigt. An der Basis jedes Blattes sitzen auffällige, gelappte Nebenblätter, die fast so groß wie das eigentliche Blatt sein können.
Die Blüten haben fünf Blütenblätter und sind oft dreifarbig: meist violett, weiß und gelb, wobei die genaue Farbverteilung je nach Sorte oder Wildform stark variiert. Gartensorten können auch einfarbig oder in vielen anderen Farben vorkommen. Das untere Blütenblatt hat oft dunkle Streifen, die Insekten als Wegweiser zum Nektar dienen. Die Blüten werden beim Wildtyp etwa 1,5 bis 2,5 Zentimeter groß, bei Gartensorten oft deutlich größer.
März-Oktober
Das wilde Stiefmütterchen wächst auf Wiesen, Äckern, an Wegrändern und auf nährstoffarmen, offenen Böden. Es bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte. Gartenstiefmütterchen werden in Blumenbeeten, Balkonkästen und Töpfen gepflanzt.
Das Stiefmütterchen wurde früher als Heilpflanze verwendet, zum Beispiel bei Hautproblemen und Erkältungen. Die Blüten sind essbar und können Salate oder Speisen als bunte Deko verschönern. In der Volksmedizin wurden Tees aus den Blüten und Blättern zubereitet.
Der Name Stiefmütterchen hat eine lustige Erklärung aus dem Volksmund: Die fünf Blütenblätter wurden mit einer Familie verglichen. Die zwei oberen Blütenblätter sind die Stiefkinder, die auf dem besten Platz sitzen, die zwei seitlichen sind die leiblichen Kinder, und das unterste, etwas kleinere Blütenblatt ist die Stiefmutter, die den schlechteren Platz bekommt. Außerdem können die Blüten tatsächlich an ein Gesicht erinnern. Die Blüten sind schwach duftend, besonders beim wilden Stiefmütterchen.
Stiefmütterchen sind nicht giftig, also ungefährlich. Die Blüten dürfen gegessen werden und schmecken leicht süßlich. Ihr könnt die bunten Blüten gut zum Pressen ins Herbarium verwenden, da sie flach und farbenfroh sind. Schaut euch die Blüten genau an und versucht darin ein Gesicht zu entdecken!
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Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Stiefm%C3%BCtterchen
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