herchen.de

Nr.

Waldmeister

Galium odoratum

Familie: Rötegewächse

📍 Funddaten

Funddatum
2026-04-17
Fundort
Marburg, Garten
Bild aufgenommen
2026-04-17

🔍 Bestimmung

Lateinischer Name
Galium odoratum
Familie
Rötegewächse
Verwechslungsgefahr
Waldmeister kann mit anderen Labkraut-Arten verwechselt werden, die auch quirlständige Blätter haben. Das Kletten-Labkraut hat aber mehr Blätter pro Quirl und klebt an der Kleidung. Echtes Labkraut hat gelbe statt weiße Blüten. Der typische Duft beim Trocknen ist beim Waldmeister einzigartig.

🌿 Pflanzenwissen

Kurzbeschreibung

Der Waldmeister ist eine niedrige, krautige Pflanze, die in Laubwäldern wächst. Er ist vor allem für seinen würzigen Duft nach Cumarin bekannt, der besonders beim Trocknen entsteht. Die Pflanze wird traditionell zur Herstellung von Maibowle verwendet.

Typische Merkmale

Der Waldmeister wird 10 bis 30 Zentimeter hoch und bildet durch unterirdische Ausläufer oft größere Bestände. Der Stengel ist vierkantig und unverzweigt. Die Pflanze wächst aufrecht und bildet im Frühjahr dichte grüne Teppiche auf dem Waldboden.

Blätter

Die Blätter stehen in Quirlen, das heißt mehrere Blätter wachsen sternförmig um den Stängel herum. Pro Quirl stehen 6 bis 9 Blätter. Die Blätter sind lanzettlich geformt, dunkelgrün und haben einen glatten Rand. Sie fühlen sich leicht rau an.

Blüten

Die Blüten sind reinweiß und sehr klein. Sie haben die Form von kleinen Sternen mit vier Blütenblättern. Die Blüten stehen in lockeren Trugdolden am Ende des Stängels und duften schwach.

Blütezeit

April-Mai

Lebensraum

Der Waldmeister wächst in schattigen Laubwäldern, besonders unter Buchen. Er bevorzugt feuchte, nährstoffreiche und kalkhaltige Böden. Man findet ihn oft in großen Beständen am Waldboden.

Verwendung

Waldmeister wird traditionell für die Maibowle verwendet, ein Getränk mit Weißwein. Auch in Süßspeisen, Sirup und Wackelpudding wird der Geschmack eingesetzt. Früher wurde Waldmeister als Heilpflanze gegen Kopfschmerzen und zur Beruhigung genutzt. Heute wird er vor allem als Aromastoff verwendet.

Besonderheiten

Der typische Duft des Waldmeisters entsteht durch den Stoff Cumarin, der erst beim Welken oder Trocknen der Pflanze freigesetzt wird. Deshalb riecht frischer Waldmeister kaum, während getrockneter Waldmeister stark nach Heu und Vanille duftet. Der Name Waldmeister kommt daher, dass die Pflanze früher als Meister unter den Waldkräutern galt.

💡 Wusstest du schon?

Waldmeister darf man nur in kleinen Mengen verwenden, denn zu viel Cumarin kann Kopfschmerzen verursachen. Frischer Waldmeister schmeckt bitter und sollte erst angewelkt werden. Es macht Spaß, den Duftunterschied zwischen frischen und getrockneten Blättern zu erschnuppern. Beim Sammeln sollte man nur wenige Pflanzen nehmen und die Wurzeln im Boden lassen.

📷 Bilder

📱 Online-Version

QR-Code zu Waldmeisterwww.herchen.de/pflanze/waldmeister/

Scanne diesen QR-Code, um diese Seite auf dem Smartphone zu öffnen.

📚 Quellen & Lizenzen

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Waldmeister

ℹ️ KI-Hinweis

Einige Texte auf dieser Seite wurden mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.