Taraxacum officinale
Familie: Korbblütler
Der Löwenzahn ist eine sehr häufige Wildpflanze mit leuchtend gelben Blüten. Nach der Blüte entstehen die bekannten weißen Pusteblumen mit vielen kleinen Fallschirmen. Die Pflanze enthält in allen Teilen einen weißen Milchsaft.
Die Pflanze wird etwa 10 bis 30 Zentimeter hoch. Der hohle Stängel ist blattlos und enthält weißen Milchsaft. Aus einer tiefen Pfahlwurzel wächst eine flache Blattrosette direkt am Boden. Jede Pflanze kann mehrere Blütenstängel gleichzeitig haben.
Die Blätter wachsen als Rosette direkt aus dem Boden. Sie sind länglich und am Rand stark gezackt oder gezähnt, was an Löwenzähne erinnert. Die Blätter können 5 bis 25 Zentimeter lang werden und sind sattgrün gefärbt. Wenn man sie abbricht, tritt weißer Milchsaft aus.
Die Blüte ist leuchtend gelb und besteht aus sehr vielen schmalen Zungenblüten, die einen dichten Korb bilden. Die Blüte ist etwa 3 bis 5 Zentimeter breit. Nach der Blüte entwickelt sich die bekannte weiße Pusteblume mit vielen Samen, die jeweils einen weißen Fallschirm tragen.
April-Juni
Der Löwenzahn wächst fast überall: auf Wiesen, Weiden, an Wegrändern, in Gärten, Parks und sogar in Mauerritzen. Er bevorzugt nährstoffreiche Böden und kommt sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten vor. Er ist sehr anpassungsfähig und wächst vom Flachland bis ins Gebirge.
Alle Teile der Pflanze sind essbar. Die jungen Blätter kann man als Salat essen, die Blüten zu Gelee verarbeiten. Aus der Wurzel kann man einen kaffeeähnlichen Trank herstellen. Als Heilpflanze wird Löwenzahn bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt, besonders für Leber und Galle. Die Blätter wirken harntreibend.
Die Samen können mit ihren Fallschirmen mehrere Kilometer weit fliegen. Die Pfahlwurzel kann bis zu einem Meter tief in den Boden wachsen. Deshalb ist der Löwenzahn sehr schwer auszureißen und kommt immer wieder. Der weiße Milchsaft hinterlässt braune Flecken auf der Kleidung, die schwer zu entfernen sind.
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