herchen.de

Nr.

Wiesenschaumkraut

Cardamine pratensis

Familie: Kreuzblütengewächse

📍 Funddaten

Funddatum
2026-04-24
Fundort
Marburg, Marbach, Waldwiese

🔍 Bestimmung

Lateinischer Name
Cardamine pratensis
Familie
Kreuzblütengewächse
Verwechslungsgefahr
Das Wiesenschaumkraut kann mit anderen weißlich oder hellviolett blühenden Pflanzen verwechselt werden. Besonders ähnlich sieht das Bittere Schaumkraut (Cardamine amara) aus, das ebenfalls zur selben Pflanzengattung gehört. Es wächst jedoch eher an Bächen und hat reinweiße Blüten mit violetten Staubblättern. Auch das Kleine Schaumkraut (Cardamine hirsuta) sieht ähnlich aus, ist aber viel kleiner und hat winzige weiße Blüten. Wer genau hinschaut, erkennt das Wiesenschaumkraut an seinen gefiederten Blättern, also Blättern mit mehreren paarig angeordneten Teilblättchen, und an den typisch hellvioletten bis weißen Blüten mit vier Blütenblättern.

🌿 Pflanzenwissen

Kurzbeschreibung

Das Wiesenschaumkraut ist eine heimische Wiesenpflanze, die im Frühling mit ihren rosa bis hellvioletten Blüten auffällt. Es wächst vor allem auf feuchten Wiesen und ist ein wichtiger Lebensraum für viele Insekten. Die Pflanze gehört zu den ersten Frühlingsblühern und zeigt den Beginn der warmen Jahreszeit an.

Typische Merkmale

Das Wiesenschaumkraut wird etwa 15 bis 55 Zentimeter hoch. Es wächst aufrecht mit einem meist unverzweigten Stängel. Die Pflanze bildet am Boden eine Rosette aus Blättern, aus der der Blütenstängel wächst.

Blätter

Die Grundblätter am Boden sind gefiedert und bestehen aus mehreren rundlichen Teilblättchen. Die Blätter am Stängel sind ebenfalls gefiedert, aber mit schmaleren Teilblättchen. Alle Blätter sind grün und glatt.

Blüten

Die Blüten stehen in lockeren Trauben am oberen Ende des Stängels. Jede Blüte hat vier Blütenblätter, die rosa bis hellviolett gefärbt sind, manchmal auch fast weiß. Die Blütenblätter sind etwa 8 bis 13 Millimeter lang.

Blütezeit

April-Juni

Lebensraum

Das Wiesenschaumkraut bevorzugt feuchte Wiesen, Bachufer und nasse Wegränder. Es wächst besonders gern auf Böden, die im Frühling feucht oder sogar nass sind. Man findet es häufig auf Feuchtwiesen und in lichten Auenwäldern.

Verwendung

Die jungen Blätter des Wiesenschaumkrauts sind essbar und schmecken leicht scharf wie Kresse. Man kann sie in Salaten oder auf Butterbroten essen. Die Pflanze enthält Vitamin C und wurde früher gegen Frühjahrsmüdigkeit verwendet.

Besonderheiten

Der Name Schaumkraut kommt daher, dass auf der Pflanze oft Schaumklumpen zu finden sind. Diese stammen von den Larven der Schaumzikade, die sich darin verstecken und entwickeln. Das Wiesenschaumkraut ist die Futterpflanze für die Raupen des Aurorafalters, eines hübschen weißen Schmetterlings mit orangefarbenen Flügelspitzen.

💡 Wusstest du schon?

Achtet auf die weißen Schaumblasen an den Stängeln - darin verstecken sich kleine Insektenlarven, die Schaumzikaden. Ihr könnt die Blätter vorsichtig probieren, sie schmecken scharf und würzig. Besonders spannend ist es, im Mai nach dem Aurorafalter zu suchen, der seine Eier am Wiesenschaumkraut ablegt.

📱 Online-Version

QR-Code zu Wiesenschaumkrautwww.herchen.de/pflanze/wiesenschaumkraut/

Scanne diesen QR-Code, um diese Seite auf dem Smartphone zu öffnen.

📚 Quellen & Lizenzen

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Wiesen-Schaumkraut

ℹ️ KI-Hinweis

Einige Texte auf dieser Seite wurden mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.