Die Gefleckte Taubnessel ist eine mehrjährige Wildpflanze aus der Familie der Lippenblütler. Sie wird oft mit der Brennnessel verwechselt, brennt aber überhaupt nicht. Ihren Namen hat sie von den silbrig-weißen Flecken auf ihren Blättern und den lippenförmigen Blüten.
Die Pflanze wird zwischen 20 und 50 Zentimeter hoch und wächst meist in kleinen Gruppen oder Teppichen. Der Stängel ist vierkantig, wie bei allen Lippenblütlern, und wächst oft kriechend am Boden entlang. Die Pflanze kann sich über unterirdische Ausläufer ausbreiten und bildet so dichte Bestände.
Die Blätter sind eiförmig bis herzförmig und haben einen gesägten Rand mit kleinen Zacken. Das Besondere sind die silbrig-weißen Flecken oder Streifen in der Mitte der Blätter, die ihnen ein geflecktes Aussehen geben. Die Blätter stehen sich am vierkantigen Stängel gegenüber und sind behaart, aber sie brennen nicht wie bei der echten Brennnessel.
Die Blüten sind purpurrosa bis pink gefärbt und haben die typische Lippenform der Lippenblütler. Die obere Lippe ist wie ein kleines Dach gewölbt, die untere Lippe ist dreilappig und hat oft dunklere Punkte. Die Blüten stehen in Quirlen, also ringförmig angeordnet, in den oberen Blattachseln. Eine einzelne Blüte ist etwa 2 bis 3 Zentimeter lang.
April-Oktober
Die Gefleckte Taubnessel wächst an halbschattigen bis schattigen Stellen in Wäldern, an Waldrändern, unter Hecken und in Gebüschen. Sie mag nährstoffreiche Böden und ist auch häufig in Gärten als Bodendecker zu finden. Die Pflanze bevorzugt feuchte Standorte und kommt in ganz Mitteleuropa vor.
Die jungen Blätter und Blüten der Gefleckten Taubnessel sind essbar und können in Salaten oder als Gemüse verwendet werden. Sie schmecken mild und etwas pilzartig. Als Heilpflanze wird sie bei Hautproblemen und zur Wundheilung eingesetzt. Früher wurde sie auch als Tee gegen Erkältungen getrunken. In Gärten wird sie als pflegeleichter Bodendecker geschätzt.
Obwohl die Gefleckte Taubnessel der Brennnessel sehr ähnlich sieht, gehört sie zu einer ganz anderen Pflanzenfamilie und brennt nicht. Der Name Taubnessel bedeutet, dass sie taub ist, also nicht brennen kann. Die silbernen Flecken auf den Blättern sind besonders auffällig und unterscheiden sie von anderen Taubnessel-Arten. Bienen, Hummeln und andere Insekten besuchen die Blüten sehr gerne.
Die Gefleckte Taubnessel ist völlig ungefährlich und brennt nicht, auch wenn sie wie eine Brennnessel aussieht. Ihr könnt die Blüten vorsichtig abzupfen und an der Unterseite saugen, dort findet ihr einen süßen Nektar, den auch die Bienen lieben. Die silbernen Flecken auf den Blättern sehen aus wie Farbkleckse und helfen euch, die Pflanze sicher zu erkennen. Die Pflanze ist nicht giftig.
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Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Gefleckte_Taubnessel
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