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Nr.

Scharbockskraut

Ficaria verna

Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)

📍 Funddaten

Funddatum
2026-03-21
Fundort
Marburg, Lahnwiesen
Bild aufgenommen
2026-04-01

🔍 Bestimmung

Lateinischer Name
Ficaria verna
Familie
Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Verwechslungsgefahr
Das Scharbockskraut kann mit dem Schöllkraut oder jungen Efeu-Blättern verwechselt werden, wenn es nicht blüht. Die glänzenden, herzförmigen Blätter mit hellen Flecken sind aber recht typisch. In Blüte ist die Verwechslung schwierig, da die vielen glänzend gelben Blütenblätter (8 bis 12) sehr charakteristisch sind. Andere gelb blühende Hahnenfußgewächse wie der Scharfe Hahnenfuß blühen später und haben andere Blätter.

🌿 Pflanzenwissen

Kurzbeschreibung

Das Scharbockskraut ist eine kleine, mehrjährige Frühjahrspflanze. Es gehört zu den ersten Blühern im Jahr und überzieht Waldböden und Wiesen schon im frühen Frühling mit leuchtend gelben Blüten. Der Name kommt von der alten Krankheit Skorbut, die früher auch Scharbock genannt wurde, weil die Pflanze dagegen helfen sollte.

Typische Merkmale

Das Scharbockskraut wächst niedrig und liegt oft fast flach am Boden. Es wird nur etwa 5 bis 15 cm hoch. Die Pflanze bildet dichte, teppichähnliche Bestände. Unter der Erde hat sie kleine knollenartige Verdickungen an den Wurzeln, die wie winzige Kartoffeln aussehen.

Blätter

Die Blätter sind herzförmig bis nierenförmig, dunkelgrün und glänzend. Sie haben oft silbrig-helle Flecken oder Muster auf der Oberfläche. Die Blätter sind fleischig und fühlen sich etwas saftig an. Sie erscheinen schon sehr früh im Jahr, noch bevor viele andere Pflanzen austreiben.

Blüten

Die Blüten sind leuchtend goldgelb und glänzen fast wie lackiert. Sie haben meist 8 bis 12 Blütenblätter, was ungewöhnlich ist, denn viele verwandte Pflanzen haben nur 5. Die Blüten sind etwa 2 bis 3 cm groß und öffnen sich nur bei Sonnenschein. Bei Bewölkung und nachts bleiben sie geschlossen.

Blütezeit

Februar-Mai

Lebensraum

Das Scharbockskraut wächst bevorzugt an feuchten, schattigen bis halbschattigen Stellen. Man findet es in Laubwäldern, an Bachufern, in Parks, auf Wiesen und in Gärten. Es mag nährstoffreichen, feuchten Boden und wächst oft in großen Gruppen zusammen.

Verwendung

Früher wurden die jungen Blätter im zeitigen Frühling als Vitamin-C-reicher Salat gegessen, besonders um Skorbut zu bekämpfen. Heute wird die Pflanze kaum noch gegessen. Wichtig: Nur junge Blätter vor der Blüte und niemals die Wurzelknöllchen essen, da diese giftig sind. Die Pflanze sollte außerdem nicht roh in großen Mengen verzehrt werden.

Besonderheiten

Das Scharbockskraut ist eine sogenannte Frühjahrsgeophy­te: Es nutzt das Licht im Frühjahr, bevor die Bäume Blätter bekommen, und zieht sich im Sommer wieder vollständig in den Boden zurück. Es ist dann oberirdisch nicht mehr sichtbar. In den kleinen Knöllchen an den Wurzeln und in den Blattachseln speichert es Nährstoffe für das nächste Jahr. Die Pflanze enthält im frischen Zustand einen giftigen Stoff namens Protoanemonin, der sich beim Kochen oder Trocknen aber abbaut.

💡 Wusstest du schon?

Das Scharbockskraut ist ein echter Frühlingsbote und eine der ersten Blumen, die du nach dem Winter entdecken kannst. Seine gelben Blüten glänzen so hell, als wären sie aus Gold. Spannend: Die Blüten öffnen sich nur, wenn die Sonne scheint, bei Wolken bleiben sie zu! Vorsicht: Die Wurzelknöllchen und größere Mengen der Pflanze können den Bauch weh machen. Nicht essen, einfach beobachten und bestaunen!

📷 Bilder

📱 Online-Version

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📚 Quellen & Lizenzen

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Scharbockskraut

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