Cardamine hirsuta
Familie: Kreuzblütengewächse
Das Viermännige Schaumkraut ist eine kleine, zarte Pflanze, die oft als Unkraut in Gärten und auf Äckern wächst. Sie gehört zur gleichen Pflanzenfamilie wie Kohl und Radieschen. Die Pflanze hat ihren Namen, weil ihre Blüten nur vier Staubblätter haben, während die meisten anderen Schaumkräuter sechs besitzen.
Die Pflanze wird meist 5 bis 30 Zentimeter hoch und wächst aufrecht oder leicht schräg. Sie hat einen dünnen, zarten Stängel, der oft leicht behaart ist. Am unteren Teil der Pflanze bildet sich eine kleine Blattrosette. Die ganze Pflanze wirkt zierlich und unscheinbar.
Die Blätter sind gefiedert, das heißt sie bestehen aus mehreren kleinen runden bis ovalen Teilblättchen, die paarweise am Blattstiel sitzen. Die unteren Blätter bilden eine Rosette am Boden und sind gestielt. Die Blätter am Stängel sind kleiner und haben weniger Teilblättchen. Die Farbe ist hellgrün bis mittelgrün.
Die Blüten sind klein und weiß, selten auch leicht rosa. Jede Blüte hat vier Blütenblätter, die kreuzförmig angeordnet sind, wie bei allen Kreuzblütengewächsen typisch. Die Blüten sind nur etwa 2 bis 3 Millimeter groß und stehen in kleinen Gruppen am oberen Ende der Pflanze. Wie der Name schon sagt, hat jede Blüte nur vier Staubblätter.
Februar-November
Das Viermännige Schaumkraut wächst auf offenen, gestörten Böden wie in Gärten, auf Äckern, an Wegrändern und auf Brachflächen. Es mag lockere, nährstoffreiche Böden und kommt auch in Blumentöpfen und Gewächshäusern vor. Die Pflanze bevorzugt eher feuchte Standorte und wächst häufig im Schatten oder Halbschatten.
Die Pflanze ist essbar und schmeckt leicht scharf wie Kresse, da sie Senföle enthält. Man kann die jungen Blätter als Salatbeigabe oder auf dem Butterbrot essen. In der Volksmedizin wurde sie früher gegen Frühjahrsmüdigkeit verwendet, weil sie viel Vitamin C enthält. Heute wird sie aber kaum noch genutzt und gilt meist als Unkraut.
Das Viermännige Schaumkraut kann seine Samen mit einem raffinierten Trick verbreiten: Die reifen Samenschoten springen bei Berührung plötzlich auf und schleudern die Samen mehrere Meter weit weg. Die Pflanze kann sich sehr schnell vermehren und bereits nach wenigen Wochen vom Keimling zur blühenden Pflanze werden. Sie kann mehrere Generationen pro Jahr bilden.
Ihr könnt die Pflanze ohne Sorge anfassen und ihre Blätter probieren - sie schmecken würzig wie Kresse. Besonders spannend ist das Experiment mit den reifen Samenschoten: Berührt sie vorsichtig und beobachtet, wie sie aufspringen und die Samen wegschleudern. Das macht Spaß und ist völlig ungefährlich. Die Pflanze ist nicht giftig.
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Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Vierm%C3%A4nniges-_Schaumkraut
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